Weine aus Teneriffa
17. März 2009 von Klaus
Auf Teneriffa hat der Weinanbau eine sehr lange Geschichte und Tradition. Bereits im Jahr 1496 wurde auf Teneriffa Wein angebaut. Die erste Rebsorte, die sich hier heimisch gemacht hat, war die Malvasia Weintraube, die aus Kreta importiert wurde. Das Klima Teneriffas hat dem Malvasia Wein eine süße Note verpasst, die den Europäern besonders gut geschmeckt hatte. Der Weinanbau auf Teneriffa wurde zu einem wichtigen Wirtschaftssektor, der allerdings im Jahr 1700 durch Konkurrenz von Wein aus Madeira und Sherry aus Jerez auf dem spanischen Festland einen Tiefpunkt erreicht hatte. Erst um 1984 begann man in Tacoronte wieder in den Weinanbau zu investieren und die Weine aus Teneriffa sind dabei, wieder mehr Bekanntheit und Ruhm zu gewinnen.
Heute gibt es insgesamt 5 wichtige Anbaugebiete auf der Insel, zu diesen zählen Ycoden Daute Isora, Valle de la Orotava (Orotavatal), Tacoronte-Acentejo, Valle de Güimar und Abona. Alle Anbaugebiete verfügen über die so genannte Herkunftsbezeichnung (Denominación de Origen), was für hoch qualitative Produkte sorgt und hilft, den Sektor des Weinanbaus und der Weinproduktion zu modernisieren.
Der Anbau von Weinreben ist auf Teneriffa aufgrund des vulkanischen Ursprungs sehr von Vorteil. Die Erde verleiht den Weinen durch eine bestimmte Mineralstoffnote einen besonderen Geschmack. Das milde Klima ist ein weiterer Faktor, der den Anbau und vor allem die optimale Reifung der Trauben positiv unterstützt.
Es befinden sich rund 8.115 ha Weinanbaugebiete auf der Kanarischen Insel. Es werden vor allem folgende Rebsorten angebaut: Listan blanco, Listan negro, Negramoll, Baboso negro, Gual, Verdello, Malvasia und Malvasia purpura. Die Weine, die hier produziert werden sind vor allem Jungweine, Roses und Rotweine.
Das Klima und die mineralstoffhältige Vulkanerde ermöglichen die Herstellung von köstlichen Qualitätsweinen. Der Weinanbau ist schonend für die Erde und man benötigt nur geringe mengen von Wasser. Es handelt sich hier also um ein Kulturerbe, das schonend für die Landschaft und positiv für die Gastronomie ist.







