Weine vom anderen Ende der Welt: Neuseeland
17. März 2009 von Klaus
Neuseeland verfügt in einigen Teilen der beiden Inseln über ein durchaus geeignetes Klima für den Anbau von Rebsorten. Die Geschichte des Weinanbaus auf Neuseeland reicht lange zurück und ist von Hoch- und Tiefpunkten gezeichnet.
Ein Missionär legte den ersten Meilenstein für den Weinanbau in Neuseeland, in dem er im Jahr 1819 eine Rebsorte aus Australien einführte. Die Anfänge des Weinanbaus waren gekennzeichnet durch schwere Schädlingsbefall und anderweitige Probleme, die verhinderten, daß der Wein in Neuseeland früh an Bedeutung gewinnen konnte. Als die Schädlinge bekämpft wurden, gab es durch eine Abstinenzlerbewegung namens Temperenzler weitere Schwierigkeiten für den Weinabsatz im eigenen Land.
Erst im Jahr 1990 wurden in den Supermärkten Neuseelands größere Mengen von Wein zum Verkauf angeboten.
Weine aus Neuseeland haben sich mittlerweile zu einem sehr gefragten Produkt im weltweiten Weinhandel empor gearbeitet. Anfangs wurde versucht, deutsche Rebsorten heimisch zu machen, doch mittlerweile werden aufgrund des Klimas Weinsorten, die aus Frankreich stammen, angebaut. Das Klima in einigen Weinanbaugebieten Neuseelands ähnelt nämlich dem Klima in Zentralfrankreich.
Zu den Weinanbaugebieten in Neuseeland zählen Auckland, Bay of Plenty, Canterbury, Central Otago, Gisborne, Hawke’s Bay, Marlborough, Nelson, Waikato und Wairarapo.
Auf Neuseeland dominiert der Anbau und die Produktion von Weißwein, es gibt jedoch auch ein Vorkommen an köstlichen Rotweinen, die bereits internationale Auszeichnungen erhalten haben. Die wichtigsten Rebsorten für das Keltern von Weißwein in Neuseeland sind Chardonnay und Sauvignon Blanc sowie Riesling. Bei den Rotweinsorten hat man je nach Anbaugebiet die Wahl zwischen Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot oder in seltenen Fällen Syrah.







