Château Poujeaux - Moulis-en-Médoc
Im Glas ein tiefes, dichtes Rubin- bis Purpurrot. In der Nase ein betörender Duft nach Cassis und dunklen Beeren, dazu feine Würze und Röstnoten aus dem Fass. Am Gaumen cremig und seidig, mit konzentrierter schwarzer Johannisbeere, kraftvoll und zugleich elegant, getragen von festen, reifen Tanninen und einem langen, würzigen Nachhall.
Diese Klasse hat eine große Geschichte: Der Name Poujeaux begegnet uns schon im 16. Jahrhundert, als das Anwesen noch zum mächtigen Château Latour gehörte. Seine Weinberge liegen auf der Kieskuppe von Grand Poujeaux, die als bestes Terroir der gesamten Appellation Moulis gilt. Über Jahrzehnte zählte Poujeaux zur Elite der Cru Bourgeois, gewann in den 1990ern gleich zweimal die begehrte Coupe des Crus Bourgeois und lieferte sich mit Chasse-Spleen ein Duell um Platz eins in Moulis. Der legendäre Jahrgang 1953 soll einst sogar Baron Rothschild getäuscht haben, der ihn für seinen Lafite hielt. Aus Protest gegen die Neuklassifizierung trägt das Gut heute schlicht seinen eigenen Namen: Château Poujeaux.
















